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Von Friedrichshagen durch das NSG Erpetal zum S-Bhf. Hoppegarten (Mark)


 

Von Friedrichshagen durch das Naturschutzgebiet Erpetal zum S-Bhf. Hoppegarten (Mark)

E 11 – Europäischer Wanderweg

                                                 (Teilabschnitt ca. 10 Km)

Im Natur- und Landschaftsschutzgebiet – Ein Weg durch Natur und Historie

Mit der S-3 erreichen wir den Bahnhof Friedrichshagen vom Alexanderplatz in 20 Minuten. Nach Verlassen des Bahnhofs befinden wir uns am idealen Ausgangspunkt der Wan­derung entlang des E11. Der Weg führt nordwärts durch den Kurpark an einer Tennisanlage vorbei in die Kleingartenanlage „Erpetal“. Nach wenigen Metern, immer der Markierung folgend, trifft der Wanderer auf die Erpe, die uns fast bis zum Bahnhof Hoppegarten begleiten wird. Der Weg führt nun am östlichen Ufer stromaufwärts. Wir überqueren die kommenden 3 Brücken nicht, sondern wandern bis zur Mühlenstraße in Ravenstein weiter. Hier ist es möglich, einen ersten Blick in das sich öffnende idyllische Erpetal zu werfen. Der Weg führt weiter an den Grundstücken entlang, den Hinweisschildern folgend, in den Wald. Nun verläuft der E11 unter schattigen Bäumen, immer mit Blickkontakt zum Erpetal, Richtung Heidemühle. Auf halber Strecke befindet sich ein Rastplatz mit herrlicher Aussicht ins Flusstal und lädt zum Verweilen. Nach wenigen Gehminuten ist Heidemühle erreicht und wir können an drei Info-Tafeln interessantes über Ort und Umgebung erfahren. Nun verläuft die Route wieder durch Wald, die Erpe bleibt rechts von uns. Nach ca. 1,5 km überqueren wir die Friedrichshagener Chaussee. Der E11 durchquert nach einiger Zeit eine wunderschöne Wiesenniederung. Hier fließt nach größeren Niederschlägen der Wernergraben. Dieser kleine Graben führt das Oberflächenwasser aus Hellersdorf und Mahlsdorf Nord in die Erpe ab. Von hier ist der Weg nicht mehr weit bis Dahlwitz. Vorbei an alten Eichen und Buchen, die ab Heidemühle immer wieder mal unseren Weg säu­men (Zeugnisse der ursprünglichen Parkgestaltung), treffen wir auf die alte Grabstätte der von Treskow. Nach Unterquerung der neuen Umgehungsstraße der B1 erreichen wir die Alte Bundesstraße 1, die Aachen mit Königsberg verbindet. Rechterhand liegt der Schlosspark (nach Vorlagen von P.J. Lenné), der es lohnt durchwandert zu werden.

Den Markierungen folgend, geht es durch Dahlwitz in dessen Kern. Am Wegesrand sind immer mal wieder kleine Tafeln im Dorf angebracht, um die Aufmerksamkeit auf einzelne Historien zu lenken. Im Dorfkern finden sich die Evangelische Kirche, die alte Dorfschule und das Treskowsche Herrenhaus.
Den Anger entlang erreicht der Wanderer den historischen Dahlwitzer Friedhof. Dieser birgt einige Besonderheiten und lohnt einen Besuch. Weiter geht es hinter dem Friedhof in Richtung S-Bahnhof Hoppegarten. Der kleine Bach, über den der Weg führt, ist die Zoche, die unweit in die Erpe mündet. Die Wiesen liegen hinter uns und die Rennbahnallee ist erreicht. Zum Bahnhof sind es nun nur noch wenige Minuten. Rechterhand liegt die Rennbahn Hoppegarten. Ein schöner Platz vor dem Haupteingang grüßt die Freunde des Galoppsports. Nur wenige Meter entfernt, auf dem Gelände der Gemeindeverwaltung (Lindenallee 14) befindet sich das Haus mit dem Sitz des Kulturvereins “Grünes Tor” Dahlwitz-Hoppegarten und seiner Heimatstube. Nähere Auskünfte im Internet www.gruenestor.de .
Die Wanderroute zwischen der S-3 und der S-5 ist nun zu Ende und der Wanderer kann bequem die Heimreise antreten. Der Weg selbst führt weiter über Neuenhagen, Altlandsberg, Strausberg und Buckow bis schließlich zur Grenze nach Polen.






Einzelne Etappen des Weges und interessante Haltepunkte

Bahnhof Friedrichshagen

Historischer Bahnhof; seit 1849 Haltepunkt der Niederschlesisch-Märkischen Eisenbahn. Neugotischer Bahnhofsneubau 1900.

Kurpark Friedrichshagen
Angelegt im Jahre 1880, als Friedrichshagen Kurort war. In den ersten Jahren sprudelte eine Quelle im Park, die aber bald versiegte. Internationale Aufmerksamkeit errang der Park in mit dem integrierten Naturtheater und der Tennisanlage in den dreißiger Jahren.

Die Erpe
Typische Abflussrinne der letzten Eiszeit. Entspringt oberhalb von Altlandsberg und mündet in die Spree. Am Neuenhagener Mühlenfließ, so wird die Erpe offiziell ge­nannt, lagen ursprünglich bis zu 6 Wassermühlen.

Ravenstein
Die “Rabenstein’sche Mühle” wurde 1434 erstmals in einer Urkunde genannt. 1863 wurde das Areal von Heinrich von Treskow erworben und gelangte so in die Gemarkung von Dahlwitz. Aus dem Mühlengebäude wurde ein beliebtes Ausflugslokal. Nach 1945 diente es längere Zeit als diakonisches Hospiz.

Heidemühle
Die Mühle taucht erstmals 1434 in einer kur­fürstlichen Urkunde auf. Später Münchehofe zugeordnet, kam sie 1858 in Besitz des Dahlwitzer Gutsherrn. Auf den alten Fundamenten der Mühle wurde 1891 das jetzige Gebäude errichtet, in dem bis 1945 gemahlen und durch eine Turbine Strom erzeugt wurde.

Ehemalige Treskow-Grabstätte
Beigesetzt wurden hier Heinrich von Treskow d. Ä., seine Ehefrau Marianne, seine Schwie­gereltern, die Eheleute von Knoblauch, sowie seine beiden Söhne. Die Grabsteine wurden auf Initiative des Kulturvereins auf dem Dahlwitzer Friedhof wieder aufgestellt.

Historischer Dorfkern Dahlwitz
Als deutsche Bauernsiedlung wahrscheinlich um 1250 entstanden, 1370 erstmals in einer Urkunde erwähnt. Rittergutsbesitzer waren u. a. die Familie von Krummensee, der Bibel-Herausgeber Freiherr von Canstein, der Mi­nister Samuel von Marschall und von 1850 bis 1945 die Familie von Treskow.

Evangelische Kirche
Vermutlich um 1300 als Wehrkirche erbaut, die Westfront zeigt noch das alte Mauerwerk. Ein Turm kam erst später dazu. 1733 größerer Um- und Ausbau durch Samuel von Mar­schall. Unter dem neuen Ostflügel entstand seine Familiengruft, die mit ihren imposanten Steinsärgen heute noch zu besichtigen ist .

Herrenhaus Dahlwitz
Das Gebäude im spätklassizistischen Stil (Bauherr H. v. Treskow; Architekt Friedrich Hitzig) wurde 1856 bezugsfertig. Die Parkanlagen gehen auf einen Gestaltungsentwurf von Peter Joseph Lenné aus dem Jahr 1821 zurück. Beides ist seit 2004 im Besitz der Brandenburgischen Schlösser GmbH, die das Anwesen denkmalgerecht sanieren und rekonstruieren wird.

Friedhof Dahlwitz-Hoppegarten
Der Friedhof gliedert sich in den kirchlichen und den kommunalen Teil. 1892 wurde der kirchliche Teil mit der Kapelle eingeweiht. Viele historische Grabstätten von Persön­lichkeiten des Rennsports und des öffentli­chen Lebens der Gemeinde sind noch erhalten und werden vom Kulturverein gepflegt.

Galopprennbahn Hoppegarten
Sie wurde 1867 vom Union-Club auf dem Gelände des Vorwerks Hoppegarten begründet, das H. v. Treskow zu diesem Zweck verkauft hatte. Erster offizieller Renntag war der 17. Mai 1868 in Anwesenheit von Wil­helm dem 1. und seinem Kanzler Otto von Bismarck. Nach 1945 verstaatlicht, befindet sich die Rennbahn heute im Besitz einer GmbH. Im Auftrage der „Treuhand“-Nachfolgerin BVVG wurde die Liegenschaft zum Verkauf ausge­schrieben, um sie wieder in private Hand zu bringen.

S-Bahnhof Hoppegarten /(Mark)
Am 1. 10. 1867 wurde die Teilstrecke Berlin – Küstrin der “Königlichen Ostbahn” eröffnet, die die preußische Hauptstadt auf kürzestem Wege mit Königsberg verband. 1870 wurde Hoppegarten dauerhafter Haltepunkt. Das war von großer Bedeutung für die Entwicklung der Rennbahn und des ganzen Ortes.

Impressum:
Herausgegeben vom Kulturverein „Grünes Tor“ Dahlwitz-Hoppegarten e. V.
Lindenallee 14, 15366 Hoppegarten
Text/Gestaltung: Peter Brock, Rudolf Dau
Europäischer Wanderweg E 11
Vom S-Bhf. Friedrichshagen durch das Naturschutzgebiet „Erpetal“ zum S-Bhf. Hoppegarten (Mark)


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