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Fontane – Wanderweg 2 (ca. 22 km)


Markierung: roter Balken. Zum Vegrößern auf die Karte klicken.

Der zweite Teil dieser Route auf Fontanes Spuren beginnt in Berlin-Grünau (S 8) , führt entlang am Langen See (Karolinenhof) und am Zeuthener See (Eichwalde) nach Brandenburg. Vorbei am Naturschutzgebiet „Höllengrund“, an Zeuthen und an der Stadt Wildau geht es bis nach Königs Wusterhausen (S 46) mit seinem Jagdschloss des „Großen Kurfüsten“, Friedrich Wilhelm. Die Strecke ist etwa 22 Km lang.

Streckenverlauf

  • ab Fähre Grünau, Wassersportallee, der Markierung folgen, auf der Regattastraße immer an der Dahme entlang, die wegen ihrer Breite von Grünau bis Schmöckwitz als Langer See bezeichnet wird (Tram 68 parallel), vorbei an der Regattastrecke, an Bootshäusern, an der Sportschule des Landessportbundes Berlin und am Freibad Grünau
  • am Wege viele Bade- und Raststellen, rechtsseitig der Berliner Stadtforst und das LSG Krumme Laake
  • abweichend von der Markierung entlang der Asphaltstraße empfiehlt es sich, links den ersten Waldweg zur reizvollen Bammelecke – eine beliebte Bade- und Raststelle – zu wählen
  • Blick auf die Große und Kleine Rohrwallinsel
  • Blick auf Marienlust und die Müggelberge mit Müggelturm
  • zur Asphaltstraße zurück und eingangs von Karolinenhof (geradeaus 50 m: Griechisches Restaurant „Paradisos“) links einbiegen, am Dorfteich vorbei der Markierung folgen und geradeaus durch die Rehfeldstraße und die kurvenreiche Rohrwallallee
  • durch den Wald entsprechend der Markierung
  • Straße Zum Seeblick rechts, Adlergestell links nach Schmöckwitz 17 km
  •       o Abstecher nach Alt-Schmöckwitz Adlergestell geradeaus weiter zur
    Dorfkirche und der alten Dorfanlage; Gaststätten am Wege

    • Ausstiegsmöglichkeit Schmöckwitz    18 km
  • weiter der Markierung folgen, das Adlergestell überqueren, links bis zur Godbersenstraße, rechts einbiegen
    • Ausstiegsmöglichkeit Eichwalde 20 km rechts dem Waldweg  und der Markierung folgen, Gosener Straße überqueren, Bahnhofstraße, S-Bahnhof Eichwalde

Ortswanderung von Schmöckwitz über Zeuthen nach Königs Wusterhausen

  • Godbersenstraße überqueren, der Markierung in die Lindenstraße folgen
  • Ecke Tschaikowskistraße Badestelle am Zeuthener See
  • Friedensstraße überqueren
  • links am Ende der Friedensstraße Blick auf den Zeuthener See und den Schmöckwitzer Werder
  • weiter Uckermarkstraße, rechts Havellandstraße, links Niederlausitzstraße, links Seestraße
  • rechtsseitig die Zeuthener Heide, linksseitig verschiedene Ausblicke auf den Zeuthener See zwischen den Villengrundstücken am Wasser
  • am Ende der Seestraße rechts das Zeuthener Rathaus (Backsteinbau) und die Jugendstilkirche (eingeweiht im Oktober 1914)
  • weiter links Dorfaue
  • hübsche Parkanlage an der Einmündung des Pumpengrabens in den Zeuthener See
  • Eichenallee, Platanenallee mit dem Institut für Hochenergiephysik DESY, Platanenallee 6, 15738 Zeuthen: Hier befand sich das „Etablissement Käppel“, in dem Fontane 1884/85 logierte. Eine kleine Ausstellung erinnert daran. Voranmeldungen erforderlich unter Tel (03 37 62) 77 03 67
  • Erläuterungen über Fontanes Beziehungen zu diesem heutigen Ortsteil Zeuthens und zu Hankels Ablage gibt Herr Dr. Kleine, Lindenallee 1, 15738 Zeuthen, Tel. (03 37 62) 32 21
  • am Ende der Platanenallee Blick auf den Zeuthener See und auf Rauchfangswerder-Nord
  • von der Platanenallee zur Lindenallee, links der Markierung folgen, Fontaneallee bis zum Fontaneplatz (Teil von Hankels Ablage)
  • Rastplatz mit Blick auf Rauchfangswerder-Süd und auf den Miersdorfer Werder halbrechts
  • rechts Westkorso, Bahngleise überschreiten, rechts Birkenallee und Rheinstraße bis Hankelweg 24 km
    • Ausstiegsmöglichkeit Zeuthen 25 km, rechts Hankelweg, links Bahnstraße bis zum S-Bahnhof Zeuthen
  • links Hankelweg, leicht bergauf durch den Wald bis Miersdorf
  • links in die Miersdorfer Chaussee einbiegen und weiter über Straße der Freiheit durch die Neubausiedlung Miersdorf, rechts Straße am Höllengrund
  • über die Straße am Pulverberg, Durchquerung des reizvollen NSG Höllengrund-Pulverberg
  • im Tal linksseitig ein Feuchtgebiet
  • weiter geradeaus, dann links der Markierung folgen, vor dem Pulverberg rechts zum Wohnpark Röthegrund (Wildau) abbiegen
  • Straße Wildbahn links einbiegen, durch den Wohnpark, rechts Fliederweg, halbrechts kleines Waldstück bis Hoherlehme durchlaufen
  • Freiheitsstraße überqueren, geradeaus Miersdorfer Straße und Dorfaue (Gaststätten am Weg)
  • geradeaus Straße Goethebahn (breiter Feldweg) Autobahnüberquerung, Goethebahn weiter über den Funkerberg Königs Wusterhausen (Funkübertragungsmaste weithin sichtbar, 1929 standen dort 22 Türme. Von hier wurde Anfang der zwanziger Jahre die erste Rundfunksendung der Post ausgestrahlt. Gaststätte „Der Turm“ mit Cafe, Terrassenplätzen, Aussichtsplattform, Kultur- und Ausstellungsstätte geradeaus zur Berliner Straße entsprechend der Markierung, links Schlossplatz, rechts das Jagdschloss Friedrich Wilhelm I., geradeaus Gerichtsstraße über die Nottekanal-Brücke zum S-Bahnhof Königs Wusterhausen

Wissenswertes

Die Grünauer Regattastraße ist seit der Olympiade 1936 weltbekannt. Bereits im Jahre 1880 hatte die Grünauer Regatta Premiere. Die gerade Strecke über 2000 m besteht seit 1881 und ist alljährlich Wettkampfstätte für den Wanderpreis „Große Grünauer Regatta“. Segelregatten wurden dort schon ausgetragen, als Fontane 1874 in Begleitung von Mitgliedern des Seglerklubs auf der „Sphinx“ von Köpenick bis Teupitz fuhr.

Die Bammelecke verdankt ihren Namen den Rudersportlern, denn seit der ersten „Großen Grünauer Regatta“ werden hier die Boote an den Start gerufen.
Der Villenort Karolinenhof wurde 1894 von einem Berliner Bankier gegründet und gehört auch heute noch zu den bevorzugten Wohngegenden.

Das Dorf Schmöckwitz wurde 1375 erstmals urkundlich erwähnt. Sein Name ist slawischen Ursprungs „Smekewitz“. Seit alters her besaßen hier die Fischer das Fischereirecht in den markgräflichen Gewässern. Slawische Siedlungen sind seit dem 9. Jahrhundert nachweisbar. An Alt-Schmöckwitz 1-18 ist die alte Dorfanlage aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, ursprünglich einstöckig, noch gut erkennbar. Um die Jahrhundertwende wurde Schmöckwitz durch die verkehrsmäßige Erschließung beliebter Ausflugsort der Berliner (18 km lange „Schmöckwitz-Grünauer Uferbahn“ seit 1912). Ein Bauensemble der Jahrhundertwende mit Schmöckwitzer Schule, Feuerwache und Straßenbahndepot befindet sich dort, wo die längste südöstlichste Straße Berlins, das Adlergestell, endet. Vorläufer der 1963 fertiggestellten Brücke gab es 1818 und 1557 (aus Holz). Die Dorfkirche Schmöckwitz, Baujahr 1799, liegt auf einem kleinen Hügel neben der alten Dorfanlage Alt-Schmöckwitz. Der Kronleuchter erinnert, ebenso wie das Denkmal vor der Kirche, an die Zeit der Befreiungskriege 1813-1815 und bewahrt das Andenken an die Schmöckwitzer, die dabei ihr Leben ließen. Die Schuke-Orgel stammt aus den Jahren 1911, die farbigen Glasfenster wurden 1937 eingesetzt.

Fontaneplatz, Teil von Hankels Ablage, wo Fontane die letzten Kapitel des Romans „Irrungen, Wirrungen“ schrieb. Von Fontane (siehe auch Fontane-Wanderweg, wird Hankels Ablage als eine „Villenkolonie an der Südspitze des Zeuthener Sees gelegen“ und „einer der reizendsten Plätze in der Umgebung von Berlin“ beschrieben. Namensgeber war der Fischer Friedrich Hankel, der sich an der früheren Verladestelle (Ablage, meist für Holz) niederließ, später auch Ausschankrechte bekam. Seine Söhne und Enkel entwickelten die „Ablage“ zu einem Ausflugslokal. Einem ersten Blick von Bord der „Sphinx“ 1874 folgte 10 Jahre später ein zweiwöchiger Aufenthalt Fontanes in Hankels Ablage.

Königs Wusterhausen, im brandenburgischen Landkreis Dahme – Spreewald gelegen, ist durch den Seen- und Waldreichtum der Umgebung ein traditionelles Ausflugsgebiet; bis zur Kreisneugliederung 1992/93 war „KW“ Kreisstadt im Bezirk Potsdam. Bedeutung erlangte die erstmals 1325 im Landbuch Kaiser Karl IV. als „wusterhuse slavica“ (Wendisch Wusterhausen) erwähnte Ansiedlung erst in der Regierungszeit Friedrich Wilhelm I., für den Wusterhausen bevorzugter Aufenthaltsort war. In der Zeit der Errichtung des Jagdschlosses im Renaissance-Stil wurde aus dem Ort Wusterhausen „Königs Wusterhausen“. Die Stadtrechte wurden erst 1935 verliehen.

Das Jagdschloss Friedrich Wilhelm I. wurde nach umfangreicher Rekonstruktion im September 2000 wieder der Öffentlichkeit übergeben. Heute ist das Schloss Museum, in authentischer Umgebung. Es vermittelt den Besuchern einen Einblick in das künstlerische Schaffen in Brandenburg-Preußen in der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts, Führungen unter 0 33 75 – 21209-18.

Das Café „Der Turm“ auf dem Funkerberg befindet sich seit 1991 im 1910 architektonisch reizvoll erbauten Turmgebäude, das bis 1965 der Wasserversorgung der Stadt Königs Wusterhausen diente. Von der Aussichtsplattform hat man einen herrlichen Blick über die Stadt und das umliegende Dahmeland.


weitere Informationen: Tourismusverband Dahme-Seen e.V.



 

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