Maji Maji Flava

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Sophiensaele,02.04.201919:30 Uhr

Maji Maji Flava

Dokumentarisch, hart und mit den Sounds von Bongo Flava bahnt sich einer der größten deutsch-afrikanischen Kolonialkriege seinen Weg auf die Bühne: Im Maji Maji-Krieg 1905-07 kämpften verschiedene Bevölkerungsgruppen im damaligen Deutsch-Ostafrika gegen die deutsche Gewaltherrschaft, vereint im Glauben an die Kraft des „Maji“ (Wasser). Die Prophezeiung des Maji Maji Kults lautete, die deutschen Gewehrkugeln würden sich in Wasser verwandeln - jedes Schulkind im heutigen Tansania kennt diese Geschichte. Der Maji Maji Krieg wird dort als Meilenstein auf dem Weg zur Unabhängigkeit gefeiert, während er in Deutschland kaum bekannt ist. Welche Parallelen gibt es heute zu diesem Krieg, der Mythos, Legende, Tabu und historisches Ereignis zugleich ist?

Im Laufe eines Recherche- und Probenprozesses in Tansania und Deutschland setzen sich das Team von Flinn Works (Berlin, Kassel), zwei Tänzer_innen-Musiker_innen von Asedeva (Daressalam) und Mitglieder des Staatstheaters Kassel mit dem Maji Maji Krieg und heutigen neokolonialen Strukturen auseinander. Dabei lassen sie ihre jeweiligen politisch-historischen, sprachlichen und künstlerischen Prägungen auf der Bühne aufeinanderprallen. Maji Maji Flava handelt von der Magie des Wassers und unverständlichen Verträgen, von musikalischen Kommunikations-Codes, Rassismus und Entwicklungshilfe und nicht zuletzt davon, wie man Kriege im Nachhinein glorifizieren oder unter den Teppich kehren kann. Aus treibenden tansanischen Rhythmen und Liedern der kaiserlichen Schutztruppe entsteht eine musikalische Theater- und Tanzperformance. Deutsch changiert dabei mit Kisuaheli und Englisch, Dauerkriegstänze prallen auf geopolitische Satire, Maschinengewehrkugeln auf Schilde und Heia Safari auf Bongo Flava.

APRIL 02 | FILMVORFÜHRUNG IM ANSCHLUSS AN DIE VORSTELLUNG
APRIL 03 | TISCHGESELLSCHAFT IM ANSCHLUSS AN DIE VORSTELLUNG

HINWEIS In der Performance werden historische Texte in Form von O-Tönen aus der Kolonialzeit vn Wissmann, Carl Peters und Graf von Götzen verwendet, die Rassismus (u.a. in Form des N-Wortes) reproduzieren.

VON UND MIT Isack Peter Abeneko, Jan S. Beyer, Sabrina Ceesay, Konradin Kunze, Shabani Mugado, Lisa Stepf REGIE Sophia Stepf CHOREOGRAFIE Isack Peter Abeneko MUSIKALISCHE LEITUNG Jan S. Beyer AUSSTATTUNG Brigitte Schima REGIE-ASSISTENZ Tamara Bodden DOKUMENTARFILM Julia Gechter TECHNISCHE LEITUNG Susana Alonso KOMPANIEMANAGEMENT Helena Tsiflidis

Eine Flinn Works Produktion in Koproduktion mit Asedeva (Dar es Salaam) und in Kooperation mit dem Staatstheater Kassel. Mit Unterstützung des Goethe-Instituts Tansania, Kulturamt der Stadt Kassel und der Vijana Vipaji Foundation. Gefördert im Fonds TURN der Kulturstiftung des Bundes. Die Wiederaufnahme ist gefördert durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung. Medienpartner: taz. die tageszeitung

Foto © N. Klinger
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