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Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

In Schöneweide befindet sich das einzige noch weitgehend erhaltene ehemalige NS-Zwangsarbeiterlager. Während des Zweiten Weltkriegs gehörte es zu den mehr als 3.000 über das Stadtgebiet verteilten Sammelunterkünften für Zwangsarbeiter. Im Sommer 2006 wurde auf einem Teil des heute denkmalgeschützten historischen Geländes das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit eröffnet. Seit Ende August 2010 ist mit “Baracke 13” eine gut erhaltene Unterkunftsbaracke im Rahmen von Führungen zugänglich. Im Mai 2013 eröffnete die neue Dauerausstellung “Alltag Zwangsarbeit 1938-1945”.

Das ehemalige Lager am Standort des Dokumentationszentrums wurde ab Ende 1943 vom „Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt“ (GBI) unter der Leitung Albert Speers inmitten eines Wohngebietes errichtet. Das 3,3 ha große Areal umfasste 13 Unterkunftsbaracken aus Stein sowie eine in der Mitte gelegene Wirtschaftsbaracke.

Geplant war das „GBI-Lager 75/76“ (so die Bezeichnung in den zeitgenössischen Dokumenten) für 2160 Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen, wurde aber nicht vollständig belegt. Hier waren über 400 italienische Zwangsarbeiter, darunter Militärinternierte, sowie zivile Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen aus verschiedenen Ländern untergebracht. Zwei Baracken dienten darüber hinaus in den letzten Kriegsmonaten 1945 als Unterkunft für weibliche KZ-Häftlinge, die bei der Batteriefabrik Pertrix arbeiten mussten. Ein MultiMedia Guide führt durch die Dauerausstellung, das ehemalige Lagergelände und die Nachbarschaft. Er ist auf Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch, Italienisch, Spanisch und Russisch verfügbar. Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit, eine Abteilung der Stiftung Topographie des Terrors, wird als Ausstellungs-, Archiv- und Lernort kontinuierlich weiterentwickelt. Die Dauerausstellung wird ergänzt durch Begleitveran­staltungen, Führungen und weitere pädagogische Angebote.  Im November 2015 werden nach dem Umbau zweier bislang ungenutzten Baracken eine internationale Jugendbegegnungstätte, sowie neue Archiv- und Bibliotheks- und Ausstellungsräume eröffnet. Mit der gleichzeitigen Eröffnung der Ausstellung „Batterien für die Wehrmacht – Zwangsarbeit bei Pertrix 1939-1945“ wird auch ein Aspekt der lokalen Industriegeschichte beleuchtet werden.

Anschrift und Öffnungszeiten

Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Berlin-Schöneweide
Britzer Straße 5
12439 Berlin-Schöneweide
Telefon: (030) 6390288-0
E-Mail: schoeneweide@topographie.de

Website: www.dz-ns-zwangsarbeit.de

Ausstellung: www.alltag-zwangsarbeit.de

Weg: S-Bahnhof Schöneweide, ca. 10 Min Fußweg oder Buslinien 160 und 165,
Haltestelle Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 10-18 Uhr
Eintritt: frei
Führungen: Jeden 1. und 3. Sonntag im Monat 15 Uhr öffentliche kostenlose Führungen oder auf Anfrage
Bildungsangebote: http://www.dz-ns-zwangsarbeit.de/fuehrungen-und-seminare/
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