Streckenlänge: 16 + 12 + 13 km
Ausgangspunkt: Nikolaikirche
Ziel: Eichwalde, Zeuthener See
Gesamtzeit: 12 Stunden
Schwierigkeitsgrad: leicht

Streckenbeschreibung

Der Paul-Gerhardt-Weg beginnt als Stadtwanderung mit vielen kulturellen Sehenswürdigkeiten direkt im Berliner Zentrum an der Nikolaikirche, in der Paul-Gerhardt predigte. Zahlreiche Denkmäler, historische Bauwerke und sechs Museen finden sich in der näheren Umgebung des Nikolai-Viertels.  Oft am Ufer der Spree entlang oder in deren Nähe führt der Weg durch die Innenstadt. Dabei kommen die Wanderer am Märkischen Museum und dem Engelbecken vorbei, durchqueren den Görlitzer- und den Treptower Park und streifen das Sowjetische Ehrenmal.

An der Wuhlheide beginnt der zweite Abschnitt der Wanderung. Hier befindet sich das Freizeit- und Erholungszentrum, mit zahlreichen Angeboten für Kinder. Ebenfalls Kinder betreiben die Berliner Parkeisenbahn, die durch den Park fährt. Der Weg führt weiter durch die Köpenicker Altstadt, wo am Rathaus an den legendären Hauptmann von Köpenick erinnert wird. Auf der nahe gelegenen Insel befindet sich das einzige Wasserschloss Berlins aus dem 17. Jahrhundert. Der Weg führt schließlich durch die Nachtheide und den Villenvorort Wendenschloss zur Fähre, die nach Grünau ablegt.

Die dritte Etappe des Paul-Gerhardt-Wegs beginnt an der Fähre in Grünau. Nach einem kurzen Weg durch dem am Wasser gelegenen Stadtteil am ehemaligen Wohnhaus des Schriftstellers Stefan Heym vorbei in den Grünauer Forst. Dort folgt der Weg der Krummen Lake. Sie ist ein Feuchtgebiet, das sich von Grünau bis zur Villenkolonie Karolinenhof hinzieht. Das schmale Fließ wird von Erlenbruchwäldern, Seggenrieden, Röhrichten gesäumt, die Landschaft von Birken- und Stieleichenwäldern geprägt. Sieben Amphibienarten wurden in dem Feuchtgebiet nachgewiesen, darunter auch der Kammmolch. 

Nach etwa 2/3 der Etappe trifft der Wanderer im idyllischen Eichwalde auf den 44 Meter hohen Wasserturm. Er wurde 1912 errichtet und versorgte nicht nur Eichwalde, sondern auch umliegende Ortschaften bis hinein nach Berlin mit Wasser. Nach dem 2. Weltkrieg wurde er nicht mehr benutzt und verfiel. Inzwischen ist der Turm von einer Familie saniert und beherbergt neben Wohnungen auch ein Ingenieurbüro. Von Eichwalde aus verläuft der Weg hauptsächlich entlang des Zeuthener Sees. Große alte Villen, eingerahmt von ausladenden Bäumen, säumen das Ufer, das ab und an einen Blick auf den See gewährt.